[Verbot bestätigt!] 01.04.: Neonazi-Aufmarsch in Göttingen verhindern!

// 9. März 2017 // antifa, Antirassismus

Die Neonazis vom „Freundeskreis Thüringen/Niedersachsen“ wollen durch Göttingen marschieren: Für den 1.4. hat der „FKTN“ einen überregionalen Neonazi-Aufmarsch angekündigt. Der thüringische NPD-Landesvorsitzende Thorsten Heise hat sein Kommen ebenso angekündigt wie „Die Rechte“ aus Dortmund um den Neonazi-Kader Michael Brück.

Rassistische und nationalistische Hetze haben in Göttingen keinen Platz! Das Göttinger „Bündnis gegen Rechts“ wird den Aufmarsch durch Aktionen des zivilen Ungehorsams und Menschenblockaden verhindern!

An dieser Stelle sollen Informationen zum Neonazi-Aufmarsch und den Gegenprotesten gesammelt werden, die Übersicht wird laufend aktualisiert.

Stay Tuned:

Auf Twitter können die aktuellen Entwicklungen unter dem Hashtag #naziwatchgoe verfolgt werden. Der Aktions-Hashtag für den 1. April ist #Goe0104. Auch wer kein Twitter hat, kann die Beiträge verfolgen.

Gegenproteste:

+++Anlaufpunkte für den 1.4.: 12:30 Uhr – Demo der ALI auf dem Wilhelmsplatz | 14 Uhr – Beginn der BgR-Kundgebung am Bahnhofsvorplatz. Aktionskarte+++

+++Nummer vom Ermittlungsausschuss: 0551 7708000. Hier könnt ihr anrufen, wenn ihr Festnahmen beobachtet oder selber festgenommen werdet.+++

+++Spendengala „Rechts gegen Rechts“: Das BgR sammelt für jede Minute der Nazi-Versammlung Geld für Sea-Watch, die Flüchtende im Mittelmeer retten+++

+++“Mauer der Liebe“: Die Partei baut aus Schuhkartons einen „antifaschistischen Schutzwall“. Kartons können ab 11 Uhr an der Weender Landstraße 1 (gegenüber dem Auditorium) abgegeben werden.+++

+++Info-Veranstaltung: 31.03. – 18 Uhr – Ver.di-Geschäftsstelle (Groner Tor-Straße 32). Mit den aktuellsten Infos zum Nazi-Aufmarsch und den Gegenprotesten.+++

+++Update (20.03.): Überregionale Mobilisierung gegen den Nazi-Aufmarsch ist angelaufen – Gemeinsame Zuganreise aus Hannover: 10 Uhr | Hauptbahnhof+++

Das „Bündnis gegen Rechts“ hat für den 1. April eine Gegenkundgebung von 10 – 20 Uhr am Bahnhofsvorplatz angemeldet. Die Kundgebung findet wie in der Vergangenheit auf einem Teil des Bahnhofsvorplatzes und der Berliner Straße statt. Falls die gerichtliche Klage der Nazis Erfolg haben sollte, können sich hier aber noch Änderungen ergeben!

Die Antifaschistische Linke International hat für den 1. April zu einer Demonstration mit dem Motto „Nie wieder Faschismus! Nie wieder Krieg!“ aufgerufen. Diese beginnt um 12:30 am Wilhelmsplatz.

Ein Protest-Aufruf mit dem Motto „Schluss mit lustig“ findet sich auf Facebook und auf Linksunten.

Neonazi-Aufmarsch:

+++Update (31.03. – 16:32): Das Verbot des Neonaziaufmarschs wurde soeben vom Oberverwaltungsgericht bestätigt! Die Nazis kommen um 15 Uhr nach Göttingen und kündigen an, dass es „trotz Verbot ein bewegender Tag“ wird. Achtet auf mögliche Ersatzveranstaltungen in Northeim/Heiligenstadt…+++

+++Update (29.03.): Verwaltungsgericht bestätigt das Verbot des Aufmarsches! Die Nazis klagen aber vor dem Oberverwaltungsgericht weiter, die endgültige Entscheidung fällt vermutlich sehr kurzfristig.+++

+++Update (17.03.): Der Aufmarsch wurde offiziell verboten, die Nazis vom FKTN haben angekündigt, zu klagen. Als Ersatz wurde wieder eine Kundgebung von 15 – 20 Uhr am Bahnhofsvorplatz genehmigt.+++

+++Update (09.03.): Das Kooperationsgespräch hat wohl stattgefunden: Auf der Facebook-Seite des FKTN wird berichtet, das der Aufmarsch laut „mündlicher Aussage der Verantwortlichen verboten“ und stattdessen eine stationäre Kundgebung am Bahnhofsvorplatz erlaubt werden soll. Die Neonazis kündigen außerdem an, zu klagen.+++

Angemeldet ist der Neonaziaufmarsch für 15 Uhr. Beginnen soll er am Bahnhofsvorplatz und einmal um den Bahnhof herumführen. Nach den Razzien gegen den FKTN wegen der Bildung bewaffneter Gruppen hat die GJ Göttingen das Verbot des Neonazi-Aufmarsches gefordert. Die Kooperationsgespräche von Stadt und Polizei finden in den nächsten Wochen statt, dann wird sich entscheiden, ob der Aufmarsch verboten wird. Falls ein Verbot ergehen sollte, werden die Neonazis mit Sicherheit dagegen klagen. Voraussichtlich wird sich dann kurzfristig entscheiden, ob der Aufmarsch doch noch gerichtlich erlaubt wird.

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