PM: Den Naziaufmarsch in Bad Nenndorf blockieren und verhindern!

// 30. Juli 2014 // Aktionen, antifa, Antirassismus, Pressemitteilungen

bn2014_grossAm 2. August 2014 versuchen Neonazis in der bei Hannover gelegenen Kleinstadt Bad Nenndorf erneut, einen geschichtsrevisionistischen „Trauermarsch“ durchzuführen. Die GRÜNE JUGEND Göttingen unterstützt die Initiative „Kein Naziaufmarsch in Bad Nenndorf“ unter dem Motto „Gemeinsam – Entschlossen – Massenhaft: Den Naziaufmarsch in Bad Nenndorf blockieren!“ und das Bürger*innenbündnis „Bad Nenndorf ist bunt“. Sie ruft alle Göttinger Antifaschist*innen dazu auf, sich am 2. August der gemeinsamen Zuganreise aus Göttingen, 7 Uhr, Gleis 6, nach Bad Nenndorf anzuschließen und sich an der konsequenten Verhinderung des Naziaufmarsches durch massenhafte Menschenblockaden zu beteiligen.

2013 wurde der Aufmarsch erstmals durch gemeinsame Blockaden der überregionalen Initiative „Kein Naziaufmarsch in Bad Nenndorf“ und des Bürger*innenbündnis „Bad Nenndorf ist bunt“ wesentlich eingeschränkt.

Dazu ein Mitglied der GJ Göttingen:
„Letztes Jahr ist der Knoten geplatzt: Die erfolgreichen Blockaden 2013 haben gezeigt, dass im Zusammenspiel von „Bad Nenndorf ist bunt“ und der Initiative „Kein Naziaufmarsch in Bad Nenndorf“ der Naziaufmarsch effektiv verhindert werden kann. Die Bad Nenndorfer Bürger*innen wollen auch 2014 dem „Trauermarsch“ entschlossen entgegentreten und schreiben in ihrem Aufruf „Schluss mit den Naziaufmärschen!“. Daraus spricht der Wille, dem jährlichen Nazispuk endlich ein Ende zu setzen. Wir werden sie dabei mit allen legitimen Mitteln unterstützen, denn Faschismus ist keine Meinung, sondern ein Verbrechen!“

Ein anderes Mitglied der GJ Göttingen ergänzt:
„Die nachträgliche justizielle Verfolgung der an den erfolgreichen Blockaden von 2013 beteiligten Personen, darunter auch zahlreiche Bad Nenndorfer Bürger*innen, stellt einen Versuch der Versammlungsbehörden dar, den zivilgesellschaftlichen Protest zu kriminalisieren und zu spalten. Das ist sinnlos: Der Schulterschluss von Bad Nenndorfer*innen und auswärtigen Antifaschist*innen war letztes Jahr erfolgreich, die endgültige Verhinderung des Naziaufmarsches in diesem Jahr ist folgerichtig. Wir fordern: Keine Kriminalisierung von blockadewilligen Nazigegner*innen – Blockieren ist unser Recht!
In der Nacht zu Montag wurde der Gedenkstein der Jüdischen Gemeinde offensichtlich im Vorfeld des „Trauermarsches“ durch Neonazis mit Hakenkreuzen beschmiert. Wir verurteilen diesen zutiefst antisemitischen Akt auf das Schärfste! Es ist nicht unwahrscheinlich, dass die Täter am Samstag mitmarschieren werden, was unerträglich wäre. Die entschlossene Verhinderung des Naziaufmarsches ist aus unserer Sicht das deutlichste Zeichen einer wirklich konsequent gelebten Solidarität mit der Jüdischen Gemeinde Bad Nenndorfs.“

Hintergrund:

Den von der GRÜNEN JUGEND Göttingen unterstützen Blockade-Aufruf der Initiative „Kein Naziaufmarsch in Bad Nenndorf“ finden Sie hier. Bei den Blockaden gilt der Aktionskonsens der Initiative: „Von unseren Aktionen des Zivilen Ungehorsams wird dabei keine Eskalation ausgehen. Wir sind solidarisch mit allen, die das Ziel teilen, den Aufmarsch zu verhindern.“

Den ebenfalls unterstützten Aufruf von „Bad Nenndorf ist bunt“ finden Sie hier.

Zu den Blockaden des letzten Jahres.
Zu den faschistischen Schmierereien am Mahnmal der Jüdischen Gemeinde.

Kommentar schreiben