Die Begleitmusik zu Mord und Totschlag: Thorsten Heise und der „Eichsfeldtag“ 2014 im Rechtsrockland Thüringen

// 18. April 2014 // antifa, Antirassismus, Pressemitteilungen

Noheimat

+++Fast 50 Teilnehmer*innen auf Info- und Mobiveranstaltung+++Am Samstag in Leinefelde Rechtsrock die Sicherung raushauen+++Alle Infos hier+++

15. Mai / 19 Uhr / Grünes Zentrum (Lange Geismarstraße 73): Mobilisierungs- und Infoveranstaltung der GJ Göttingen im Rahmen der Proteste gegen den „Eichsfeldtag“ der NPD am 17. Mai 2014 in Leinefelde. Unterstützt wird die Veranstaltung von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, Kreistagsfraktion Göttingen.

Bereits zum vierten Mal findet am 17.05. der extrem rechte „Eichsfeldtag“ statt und startet die diesjährige Rechtsrock-Saison unter freiem Himmel in Thüringen. Zentrale Figur der Veranstaltung in Leinefelde ist der langjährige Neonazi Thorsten Heise, der aus Nörten-Hardenberg stammt und in den 1990er Jahren die „Kameradschaft Northeim“ mit aufgebaut hat. Mittlerweile wohnt er im thüringischen Eichsfeld-Dorf Fretterode und gibt sich ein bürgerliches Image als vermeintlich engagierter NPD-Lokalpolitiker. Er ist Kreistagsmitglied, Kameradschaftsführer sowie Rechtsrock-Produzent und – Händler in einer Person. Damit personifiziert Heise das gesamte extrem rechte Spektrum – vom biederen NPD-Mandatsträger über den authentischen Neonazi bis zum Ausstatter der Szene mit einschlägiger Musik, Kleidung und Devotionalien. Wie kaum ein anderer seiner Weggefährten hat er es geschafft, mit der Verknüpfung von extrem rechter Politik und Neonazi-Subkultur seinen Platz in der Szene zu behaupten. Mit seinem multifunktionalen „Eichsfeldtag“ entsteht rund um das Veranstaltungsgelände eine zeitlich begrenzte „national befreite Zone“ als Teil der Neonazi-Strategie des „Kampf um die Straße“. Für die Neonazis ist das Open Air auch ein sozialer Moment, wo Szeneneulingen die oft beschworene Kameradschaft demonstriert wird, Neuigkeiten verbreitet und Beziehungen geknüpft werden. Dies stärkt auch die extrem rechte Szene in der Region

Kai Budler und Mikis Rieb geben einen Rückblick auf den „Eichsfeldtag“ in den vergangenen drei Jahren und beleuchten die Funktion dieses Open Air Events für die extrem rechte Szene. Sie untersuchen seine Stellung im Rahmen des Rechtsrock und seiner Entwicklungen und geben einen Einblick in das neonazistische Netzwerk der zentralen Figur Thorsten Heise.

Kai Budler ist als freier Fachjournalist im Gebiet „Extreme Rechte“ tätig, zu seinen Schwerpunktthemen gehört u.a. die extrem rechte Szene in Niedersachsen und der Region. Er arbeitet für Fachmagazine, Print- und Onlinemedien wie „Der Rechte Rand“, publikative.org, „Störungsmelder“ und „Blick nach rechts“. Eine Infobroschüre über den „Eichsfeldtag“-Organisator Thorsten Heise von Kai Budler findet sich hier.

Mikis Rieb ist Berater bei MOBIT, „Mobile Beratung in Thüringen Für Demokratie – Gegen Rechtsextremismus“ und Spezialist im Themenfeld Rechtsrock in Thüringen.

Entsprechend § 6 Abs. 1 VersG sind Personen, die rechtsextremen Parteien oder Organisationen angehören, der rechtsextremen Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind, von der Versammlung ausgeschlossen.

Ein Kommentar zu “Die Begleitmusik zu Mord und Totschlag: Thorsten Heise und der „Eichsfeldtag“ 2014 im Rechtsrockland Thüringen”

  1. […] Heute Abend ist in Göttingen eine Info-Veranstaltung der Grünen Jugend inklusive eines Vortrags mit Kai Budler. Infos dazu findet ihr hier. […]

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