Gegen den HoGeSa-Aufmarsch in Hannover! Rechten Schlägern nicht die Straße überlassen!

// 13. November 2014 // antifa, Antirassismus, Pressemitteilungen

No-HoGeSa!++++Das Verbot wurde teilweise aufgehoben, eine stationäre Kundgebung hinter dem alten ZOB wurde erlaubt!++++

Für den 15.11. mobilisieren die „Hooligans gegen Salafismus“ (HoGeSa) und andere rechte Kreise nach Hannover.
Bündnis90/Die Grünen Göttingen und die GRÜNE JUGEND Göttingen rufen zu Gegenprotesten auf und unterstützen den Aufruf eines antifaschistischen Bündnisses, das sich auch gegen religiösen Fundamentalismus positioniert. Protestkundgebung: 10 Uhr, Steintor, Hannover. Was von dem „HoGeSa“-Aufmarsch zu erwarten ist, zeigte die am 26.10. in Köln ebenfalls von den „HoGeSa“ veranstaltete Demonstration. Die skandierten Parolen und zur Schau gestellte Symbolik ließen keinen Zweifel an dem vorherrschenden nationalistischen und rassistischen Weltbild und zeigten klar, dass es nicht um Kritik am Salafismus ging. Diffuse „Überfremdungsangst“ ließ die Demonstrierenden ihre erfundene „deutsche Volksgemeinschaft“ in Gefahr sehen und gegen jede*n hetzen, die*der in ihrem beschränkten Weltbild keinen Platz hat. Antimuslimischer Rassismus ist keine akzeptable Antwort auf den Terror des „Islamischen Staats“ (IS)!

Dazu ein Mitglied der GRÜNEN JUGEND Göttingen: „Dass sich hier angeblich unversöhnlich gegenüberstehende Hooligangruppen zusammenrotten und gemeinsam mit Nazis aggressiv ihre rassistische und nationalistische Hetze vortragen, zeigt deutlich, dass es sich mitnichten um ‚unpolitische‘ Hooligans handelt, sondern um chauvinistische, islamfeindliche und rassistische Schläger. Auch dass die „HoGeSa“ innerhalb der ideologisch nahestehenden rechtspopulistischen Splitterpartei „Alternative für Deutschland“ Zuspruch finden, ist nicht verwunderlich. Wenn Innenminister Thomas de Maizière den „HoGeSa“ nach den rechten Krawallen in Köln attestiert, es sei ihnen einzig um das Ausleben ihrer Gewaltfantasien gegangen, wird die offensichtlich rechtsradikale Motivation einfach übergangen. Das zeigt, dass auch nach dem Auffliegen des „NSU“-Netzwerkes rechte Gewalt nach wie vor entpolitisiert und damit heruntergespielt und verleugnet wird.“

Dazu die GRÜNE Kreisvorstandssprecherin Marie Kollenrott: „Die erschreckende Brutalität, die in Köln an den Tag gelegt wurde, zeigt, was für eine gefährliche Mischung aus der Verbindung rechter Hooligankreise mit Nazis und anderen extremen Rechten hervorgeht. Es ist noch nicht absehbar, ob Hannover ähnliche Szenen drohen: Das nun durch die Polizei veranlasste Verbot des Aufmarsches , das noch vor Gericht verhandelt wird, bedeutet keine Entwarnung, da die „HoGeSa“ trotzdem weiterhin nach Hannover mobilisieren. Wir dürfen Nazis und rechten Schlägern nicht die Straße überlassen, es bleibt extrem wichtig, entschlossen gegen menschenverachtendes, nationalistisches und rassistisches Gedankengut auf die Straße zu gehen! Für den Fall, dass die Demonstration doch stattfindet, rufen wir deshalb gemeinsam dazu auf, sich an den Gegenaktivitäten in Hannover zu beteiligen und klar zu zeigen, dass rechtes Gedankengut keinen Platz hat!“

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