Linksjugend [´solid], Jusos und GRÜNE JUGEND Göttingen fordern die ständige Installation der NS-Zwangsarbeiter*innenausstellung in der BBS II

// 15. November 2013 // antifa, Kommunales, Pressemitteilungen

Die Geschichtswerkstätten Göttingens und Duderstadts fordern derzeit die ausreichende Finanzierung und die ständige Installation der Ausstellung „Auf der Spur europäischer Zwangsarbeit – Südniedersachsen von 1933 bis 1945“ in der BBS II Göttingen. Die Linksjugend [´solid], die Jusos und die GRÜNE JUGEND Göttingen unterstützen sämtliche Forderungen und rufen die Kreistagsfraktionen von SPD, GRÜNEN und LINKEN, aber auch von CDU und FDP auf, sich nicht der absolut notwendigen Erinnerungs- und Gedenkkultur an diese nationalsozialistischen Verbrechen in den Weg zu stellen. 

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„Die historisch einzigartigen Verbrechen NS-Deutschlands dürfen niemals in Vergessenheit geraten. Die Ausstellung über NS-Zwangsarbeiter*innen in Südniedersachsen ist deswegen ein notwendiger und unverzichtbarer Teil einer adäquaten Erinnerungs- und Gedenkkultur. Gerade weil sie aufzeigt, wie sehr Zwangsarbeiter*innen auch im Raum Göttingen leiden mussten und ausgebeutet wurden, gerade weil sie zeigt, das Göttingen und seine damaligen Bewohner*innen und Betriebe sich ebenso schuldig gemacht haben wie ganz NS-Deutschland“, so ein Mitglied der der GJ Göttingen.

„Eine lebendige Erinnerungskultur ist auch ein integraler Bestandteil der Aufklärungsarbeit über aktuelle neonazistische, rassistische und antisemitische Gefährdungen. Gerade im Raum Northeim und in der Harzregion gibt es derzeit eine virulente Neonazi-Szene. Menschenfeindliche Ideologien wie Rassismus, Antisemitismus und Antiziganismus sind aber auch gesamtgesellschaftlich verbreitet. Die Ausstellung ist deswegen nicht nur eine wichtige Anerkennung der Leiden ehemaliger Zwangsarbeiter*innen, sondern stellt auch eine wichtige (Jugend-)Bildungsstätte und ein Mahnmal für heutige und kommende Generationen dar“, so ein Mitglied der Linksjugend [´solid] Göttingen.

„Dass während der nun schon fast zwei Jahre dauernden Prüfung durch den Landkreis Göttingen noch kein geeigneter Ort für eine ständige Installation gefunden wurde, was das auch immer für Gründe haben mag, ist nicht akzeptabel. Insbesondere fehlende Geldmittel, möglicherweise in Zusammenhang mit dem sogenannten „Zukunftsvertrag“ und anderer „Sparzwänge“ stehend, dürfen kein Hinderungsgrund für die Problemlösung sein. Die BBS II ist durch ihre ideale Lage ein sehr gut geeigneter Ort für die Ausstellung. Wir fordern deswegen alle Kreistagsfraktionen ausdrücklich auf, den Weg für eine ständige Installation freizumachen“, so ein Mitglied der Jusos Göttingen abschließend

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