Matinee gegen Rassismus und Nationalismus – Keine Nazi-Kundgebung am 12.11. auf dem Albaniplatz!

// 8. November 2016 // antifa, Antirassismus

BN_Blockieren„Feste Feiern! Wie? Sie kommen?“

Matinee gegen Rassismus und Nationalismus – Keine Nazi-Kundgebung am 12.11. auf dem Albaniplatz!

12.11.2016 – 10 Uhr – Albaniplatz Göttingen – Bringt Eure Freund*innen und Bekannten mit!

Das Göttinger Bündnis gegen Rechts und seine Verbündeten aus Adelebsen, Duderstadt, Dransfeld, Lindau und der Umgebung laden ein zum antifaschistischen Kulturfest und zu Aktionen des zivilen Ungehorsams rund um den Albaniplatz.

Seit Monaten versucht der unverbrämt neonazistische „Freundeskreis Thüringen/Niedersachsen“ die solidarische Stimmung vieler hier lebender Menschen gegenüber Migrant*innen und Geflüchteten und auch die vielfältige antifaschistische Kultur in Göttingen mit stumpfen und menschenverachtenden Kundgebungen zu stören. Die krachende Niederlage bei der Kommunalwahl, bei der die „Freundeskreis“-Nazis auf der Wahlliste der neonazistischen NPD auf der ganzen Linie scheiterten, führt nicht zur Einsicht, dass sie keinerlei Rückhalt in der großen Mehrheit der Bevölkerung der Region haben. Es bleibt also umso wichtiger ihnen durch unseren vielfältigen Protest weiter konsequent die Grenzen aufzuzeigen.

Wir feiern unsere Solidarität mit Geflüchteten und für eine offene Gesellschaft – ob Nazis kommen oder nicht!

Für den 12.11.2016 hat der FKTN erneut eine Kundgebung von 11-14 Uhr auf dem Albaniplatz angemeldet. An derselben Stelle, wo Nationalsozialist*innen 1933 Bücher insbesondere jüdischer Autor*innen verbrannten, wollen die neuen Nazis als „Kapitalismuskritik“ verbrämten Antisemitismus, Rassismus und Nationalismus verbreiten. Das werden wir nicht zulassen! Wir werden mit vier Kundgebungen und Aktionen zivilen Ungehorsams dafür sorgen, dass die Nazis den Albaniplatz gar nicht erst erreichen werden. Von unseren Blockaden wird dabei keinerlei Eskalation ausgehen. Ein Jugendbündnis von Schüler*innen wird ihre Kritik und Solidarität mit einer Demonstration zum Ausdruck bringen.

Start Jugend-Demo ab 9:00 Uhr Hiroshimaplatz** Kundgebungsposten ab 10:00 Uhr am Eichdorffplatz** Kreuzung Herzberger Landstr./ Friedländer Weg** Hainholzplatz** Parkplatz Hainholzweg/ Schildweg

Zugleich wollen wir uns von diesem kläglichen Nazi-Häufchen nichts diktieren lassen. Wir bringen unsere eigenen politischen Anliegen mit Verbündeten, Bürger*innen und Geflüchteten laut und beständig zum Ausdruck – ob Nazis kommen, oder auch wegbleiben! Mit unserem Matinee und antifaschistischen Kulturfest zentral am Albaniplatz werden wir unter Beteiligung von Geflüchteten einen künstlerischen Kontrapunkt zur Hetze der Nazis setzen.

Wir laden alle ein mit uns für eine offene und solidarische Gesellschaft einzustehen, in der alle in ihrer Verschiedenheit ohne Angst selbstbestimmt leben können! Wir feiern gemeinsam, wenn der FKTN sich die Beine in den Bauch steht!

Zeitgleich wollen die Nazis auch Duderstadt belästigen. Dort haben sie von 11-20 Uhr angemeldet und wollen ihre Schlappe vom 22.10. wiedergutmachen, als duderstädter und angereiste Antifaschist*innen sie blockierten und verhinderten, dass sie durch die Innenstadt marschieren konnten. Ob in Göttingen, Duderstadt oder sonstwo in unserer Region: wir werden Rassismus, Nationalismus und Antisemitismus gemeinsam unsere Lebensfreude entgegensetzen und Nazis keinen Platz überlassen!


Kommt zum antifaschistischen Jugendblock!

12.11 um 9:00 Uhr am Hiroshimaplatz!

Für den 12.11 hat der Freundeskreis Thüringen-Niedersachsen eine Kundgebung auf dem Albaniplatz angemeldet. Der Freundeskreis ist eine Gruppe organisierter Nazis, Rassistinnen, Sexistinnen und sonstigen Arschlöchern. Seit einem Jahr hetzen sie in Göttingen und Umgebung gegen MigrantInnen und Linke. Nun versuchen sie, sich auch in Göttingen zu etablieren. Bisherige Veranstaltungen des Freundeskreises waren immer von entschlossenem antifaschistischem Protest konfrontiert. Sie konnten nur durch ein martialisches Polizeiaufgebot und einer auf Gewalt und Provokation basierenden Polizeitaktik abgehalten werden. Sorgen wir dafür, dass Nazis auch weiterhin in Göttingen kein Gehör finden!

Faschismus und Rassismus gehen uns alle etwas an. Wenn wir auf die Geschichte des Albaniplatzes schauen, der früher Adolf-Hitler-Platz hieß, sehen wir, wie gefährlich das ist. Dort wurden 1933 die Bücher verbrannt, die nicht in die Ideologie der Nazis passten.

Heute, unter dem Schatten des Erfolges rechter, europaweiter Mobilisierung und steigendem Rassismus in dieser Gesellschaft, ist es unverzichtbar gegen rechtes Gedankengut zu kämpfen. Wenn wir als Jugendliche uns weiterhin ohne rechte Pöbeleien gegen Menschen, die nicht in ihr krudes Weltbild passen, in Göttingen bewegen wollen, ist es an der Zeit, sich schon in jungen Jahren antifaschistisch zu organisieren. Denn nur aufgrund einer solchen Organisierung ist es gelungen, die Nazis weitestgehend aus dem Göttinger Stadtbild zu verdrängen. Beim letzten Jugendblock am 10.9. sind hunderte Jugendliche gegen Nazis auf die Straße gegangen, lasst es uns wieder tun!

Deshalb rufen wir erneut zum antifaschistischen Jugendblock am 12.11 um 9:00 Uhr am Hiroshimaplatz auf.

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