[PM] Freundeskreis Thüringen/Niedersachsen geht die Puste aus – GRÜNE JUGEND warnt vor Unterwanderung von Info-Veranstaltungen zu Geflüchteten durch Neonazis

// 17. Februar 2016 // antifa, Antirassismus, Pressemitteilungen

gegen_besorgte_BürgerDie GRÜNE JUGEND Göttingen begrüßt die Absage der Kundgebungen des extrem rechten „Freundeskreis Thüringen/Niedersachsen“ in Duderstadt, Lindau und Northeim. Als Grundlage des antifaschistischen Erfolges sieht die GJ die breite Gegenmobilisierung. Sie ruft dazu auf, weiterhin wachsam zu sein und weiterhin konsequent gegen Rassismus, Nationalismus und Faschismus auf die Straße zu gehen. Die GJ warnt darüber hinaus vor der Unterwanderung von Info-Veranstaltungen zu geplanten Geflüchtetenunterkünften durch Neonazis.

Für den 5.3. hat der Freundeskreis eine „bundesweite Großdemonstration“ an einem noch nicht bekanntgegebenem Ort angekündigt. Die GRÜNE JUGEND ruft an diesem Datum zu antifaschistischen Protesten und zur Blockade des Naziaufmarsches auf.

Ein GJ-Mitglied dazu: „Der „Freundeskreis Thüringen/Niedersachen hat eine Niederlage erlitten. Offensives Vorgehen und entschlossener Protest gegen Neonazis und Rassisten haben sich wieder einmal als die richtige Strategie erwiesen. In Duderstadt und Lindau haben sich gesellschaftlich breit unterstützte Bündnisse gebildet. An beiden Aufmarschorten hat sich eine eindeutige gesellschaftliche Mehrheit gegen Rassismus und Nationalismus positioniert. Das ist ein großer Erfolg. Beim verbliebenen Freundeskreis-Klientel sind aber nach Ablegen ihres bürgerlichen Deckmantels eindeutige Radikalisierungstendenzen sichtbar, sowohl in Tonalität als auch in ihrem Auftreten. Am Sonntag haben Neonazis aus den Reihen des Freundeskreises die Gegendemonstration in Duderstadt bedrängt. Weitere gewalttätige Übergriffe sind daher nicht auszuschließen. Gerade deshalb ist es umso wichtiger zu zeigen, dass wir uns nicht einschüchtern lassen und in noch größerer Zahl gegen rechtes Gedankengut auf die Straße zu gehen.“

Das Mitglied weiter: „Der „Freundeskreis“ hat weitere Aktionen angekündigt, für eine völlige Entwarnung ist es also auch deshalb zu früh. Zwei bekannte AfD-Funktionäre sind am Montag zusammen mit weiteren Neonazis bei einer Infoveranstaltung zur geplanten Geflüchtetenunterkunft am Hagenberg aufgetaucht. Sie haben versucht, Stimmung zu machen und so rassistische Ressentiments und Ängste zu schüren. Diese Form der Unterwanderung hat der „Freundeskreis“ auf seiner Facebook-Seite als „nächste Stufe“ seiner rassistischen Agitation bezeichnet. Die GJ ruft deshalb dazu auf, solche Infoveranstaltungen zu besuchen und AfD-Mitglieder und Neonazis zu demaskieren, zu isolieren und an der Verbreitung rechter Hetze zu hindern.“

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