[PM] GJ Göttingen und Grüne Göttingen rufen zu Protesten gegen AfD-Parteitag in Hannover auf

// 30. November 2017 // antifa, Antirassismus, Pressemitteilungen

Am 02.12.2017 findet in Hannover der Bundesparteitag der rechtsextremen AfD statt. Ein breites Bündnis hat sich unter dem Motto „Aufstehen gegen Rassismus“ zu Protesten gegen die AfD formiert. Auch Die GRÜNE JUGEND Göttingen ruft gemeinsam mit dem Stadt- und Kreisvorstand von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN aus Göttingen zur Teilnahme an Demonstrationen und friedlichen Blockaden rund um den Parteitag der AfD auf.

Eine gemeinsame Zuganreise zu den Protesten findet aus Göttingen mit dem Treffpunkt Bahnhofsvorplatz um 04:30 morgens statt.

Ein Mitglied der GJ Göttingen äußert sich wie folgt: „Die AfD hat mittlerweile jeglichen bürgerlichen Deckmantel abgelegt und tritt spätestens seit der Bundestagswahl 2017 offen rechtsextrem auf. Zu den maßgeblichen geistigen Brandstifter*innen der AfD gehört auch der Vorsitzende des niedersächsischen Landesverbandes der AfD Paul Hampel. Dieser bemüht sich offensichtlich dem thüringer Landesvorsitzende Björn Höcke nachzueifern, dem Wegbereiter der rechtsextremen Ideologie in der AfD. Bei der AfD-Wahlkampfabschlussveranstaltung am 22.09. in Northeim hatten diese beiden kein Problem damit, vor landesweit bekannten Neonazis aufzutreten. Die AFD hat zudem mit Alexander Gauland einen Fraktionsvorsitzenden, der gerne wieder stolz auf den Vernichtungskrieg der Wehrmacht im 2. Weltkrieg sein will. Und auch Mitglieder wie der niedersächsische Bundestagsabgeordnete Wilhelm von Gottberg, der in einem Beitrag für das „Ostpreußenblatt“ Auschwitz als einen „Mythos“ bezeichnet hat, der als „Instrument zur Kriminalisierung der Deutschen und ihrer Geschichte“ fungiere, bilden nur die Spitze des Eisbergs einer rechtsextremen Partei. Deutschland hat ein tief sitzendes Rassismusproblem und die AfD gibt diesem momentan ein Gesicht. Es heißt daher, jetzt gegen die AfD auf die Straße zu gehen, denn es wird später einmal nicht ausreichen zu behaupten, von all dem nichts gewusst zu haben!“

Konstantin Mallach vom Grünen Stadtvorstand ergänzt: „Ein Aspekt, der bei der Betrachtung der AfD leider viel zu kurz kommt, ist, dass die Partei als drittstärkste Kraft im Bundestag offen den Klimawandel leugnet. Obwohl es einen wissenschaftlichen Konsens gibt, bestreitet die AfD, dass dieser menschengemacht ist. Die Gefahr für das Weltklima, die durch solche faktenresistenten Strömungen in und außerhalb Deutschlands ausgeht, wird nach wie vor unterschätzt. Es gilt ein Bewusstsein hierfür zu schaffen. Auch deswegen ist es wichtig am 02.12. nach Hannover zu fahren und Gesicht gegen die AfD zu zeigen.“

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