[PM] GRÜNE JUGEND begrüßt Razzien gegen bewaffnete Neonazis – Verbot von Neonaziaufmarsch gefordert

// 28. Februar 2017 // antifa, Pressemitteilungen

Die GRÜNE JUGEND Göttingen zeigt sich in einer ersten Stellungnahme erfreut über die von der Göttinger Polizei am Dienstagmorgen durchgeführten Razzien gegen den neonazistischen „Freundeskreis Thüringen/Niedersachsen“. Nach den Nazi-Übergriffen auf Antifaschist*innen und kommunale Mandatsträger war das konsequente Durchgreifen aus Sicht der GJ überfällig. Es wird wegen der Bildung einer bewaffneten Gruppe ermittelt, bei der Razzia wurden illegale Waffen wie Schlag- und Stichwerkzeuge sichergestellt. Die GRÜNE JUGEND sieht auf Grund der aktuellen Entwicklungen ein Verbot des Neonaziaufmarsches am 1.4. in Göttingen als notwendig an.

Dazu ein Mitglied der GJ Göttingen: „Der „Freundeskreis“ ist eine gewalttätig auftretende Nazi-Kameradschaft. In den letzten Monaten hat eine bedrohliche Enthemmung stattgefunden, die in bewaffneten Übergriffen auf Nazi-Gegner*innen gipfelte. Die Razzien sind ein wichtiges Signal, dass den Neonazis jetzt klare Grenzen aufgezeigt werden. Es gibt kein gegenseitiges Aufschaukeln von „Links und Rechts“. Die Nazis waren und sind eindeutig die Aggressoren, die Gewalt und Konflikte provoziert haben. Die Verfahren müssen jetzt auch mit aller Konsequenz vorangetrieben werden.“

Das GJ-Mitglied weiter: „Wir erwarten, dass auch Konsequenzen hinsichtlich des vom „FKTN“ angemeldeten Naziaufmarschs am 1. April in Göttingen gezogen werden. Neonazis, gegen die wegen der Bildung von bewaffneten Gruppen ermittelt wird, dürfen auf keinen Fall durch Göttingen marschieren. Die GRÜNE JUGEND fordert ein Verbot des Aufmarsches.“

Pressemitteilung Polizei & Staatsanwaltschaft Göttingen: http://www.presseportal.de/blaulicht/pm/7452/3572200

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