[PM] GRÜNE JUGEND Göttingen begrüßt die Besetzung des Fridtjof-Nansen-Wegs 1

// 3. Mai 2018 // Pressemitteilungen, Soziales

Am Montag, den 30. April, haben Aktivist*innen das leer stehende Wohnheim des Goethe-Instituts besetzt, um damit auf den fehlenden Wohnraum in Göttingen hinzuweisen. Außerdem geht es darum, Druck auf die Stadt auszuüben, das Gebäude nicht zu verkaufen.

Our House Nansen1

Ein Mitglied erklärt: „Wenn die Stadt davon redet, die Wohnraumproblematik in Göttingen bekämpfen zu wollen, dann karikiert sie dies mit dem geplanten Verkauf des ehemaligen Wohnheims. Da die Stadt schon seit Jahren die Wohnraumproblematik nicht in den Griff bekommt, scheint es notwendig zu sein den Druck mit Aktionen des zivilen Ungehorsams zu erhöhen. Wir begrüßen daher die Besetzung und fordern die Stadt auf, auf die Forderungen der Aktivist*innen einzugehen. Die Wohnungen müssen in öffentlicher Hand bleiben. Falls die Stadt dies nicht tun sollte, sind alle Ratsfraktionen dazu aufgefordert die Stadt am Verkauf zu hindern. Wer den Verkauf des Wohnheims befürwortet, zeigt damit deutlich, nichts gegen die Wohnungsnot und überteuerte Mieten tun zu wollen.“

Ein weiteres Mitglied ergänzt: „Aber auch bezüglich der Konflikte um die Geflüchtetenunterkunft Siekhöhe zeigt die Besetzung, dass die Stadt kein Interesse hat, die Siekhöhe wirklich zu schließen. Wer sagt, dass es keine andere Möglichkeit der Unterbringung gibt als die derzeit genutzte Lagerhalle und gleichzeitig ein Wohnheim verkaufen will, dem muss man unterstellen, bewusst zu lügen! Es gibt genug Wohnraum für alle!“

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