[PM] Solidarität mit dem Hausprojekt OM10 – DGB muss verhandeln!

// 30. Januar 2016 // Antirassismus, Pressemitteilungen, Soziales

OM10_LogoDie GRÜNE JUGEND Göttingen solidarisiert sich mit den Besetzer*innen der OM10 und kritisiert die Aussagen des niedersächsischen DGB-Vorsitzenden Hartmut Tölle im Göttinger Tageblatt scharf. Die GJ Göttingen fordert die Verantwortlichen des DGB auf, sich mit den Aktivist*innen des Geflüchtetenhilfe-Projekts „OM10“ an den Verhandlungstisch zu begeben, die Sinnhaftigkeit der derzeitigen Nutzung anzuerkennen und eine einvernehmliche Lösung im Interesse aller Beteiligten zu finden.

Ein Mitglied der GJ dazu: „Die Aussagen von Hartmut Tölle sind unsachlich und konfliktverschärfend. Hier werden offensichtlich gezielt sozialer Wohnungsbau und aktive Hilfe für Geflüchtete gegeneinander ausgespielt. Herr Tölles bedient sich dabei rechtspopulistischer Phrasen. Das ist nicht hinzunehmen und einer Gewerkschaft unwürdig. Die OM10 ist von der Göttinger Politik breit anerkannt und zivilgesellschaftlich stark verankert. Hartmut Tölle wäre gut beraten, das schnell anzuerkennen, sonst werden ihm vor lauter Kritik die Ohren klingen.“ 

Hintergrund:

Seit der Besetzung am 5. November haben Aktivist*innen das Haus in der Oberen Maschstraße 10 aus eigenen Mitteln renoviert und wohnbar gemacht. Dort wird am Bahnhof gestrandeten Geflüchteten und Menschen in Wohnungsnot Unterkunft geboten. Außerdem fungiert die OM10 als Begegnungsstätte und bietet Sprachkurse sowie Vorträge an.

Hartmut Tölle gab am 28. Januar über die Presse bekannt, das ehemalige DGB-Haus nach sechs Jahren Leerstand und drei Monaten Besetzung für sozialen Wohnungsbau nutzen zu wollen. Dem Göttinger Tageblatt gegenüber erklärte er, man müsse „bei allem Gutmenschentum, auch mal aussprechen, dass die Neigung, Flüchtlinge in der Altstadt zu haben, nicht so ausgeprägt“ sei und dass die Besetzer „Flausen im Kopf“ hätten.

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