[PM] Verbindungsstudent wegen Körperverletzung verurteilt – GRÜNE JUGEND fordert Entfernung der Verbindungsliste von Uni-Homepage

// 26. Mai 2016 // antifa, Pressemitteilungen

NOBurschisDer mittlerweile zur extrem rechten Burschenschaft Hannovera gewechselte Verbindungsstudent Jan Philipp Jaenecke, Aktivist des „Freundeskreis Thüringen/Niedersachsen“ und Mitglied der Jungen Alternative Hochschulgruppe (AfD-Jugendorganisation) wurde heute wegen vorsätzlicher Körperverletzung und Nötigung gegenüber einem Sprecher der Wohnrauminitiative verurteilt. Das Strafmaß liegt mit 50 Tagessätzen á 20 Euro deutlich über dem ursprünglichen Strafbefehl. Die GRÜNE JUGEND Göttingen fordert als Konsequenz die sofortige (Wieder-)Entfernung der Liste der Studentenverbindungen von der Homepage der Universität Göttingen.

Dazu ein Mitglied der GJ: „Wir begrüßen, dass die schwere Verletzung eines linken Studenten durch zwei Verbindungsstudenten rechtliche Konsequenzen hat. Daraus folgern aber auch politische Implikationen. Burschis und andere Verbinder sind keine Opfer, sondern verbreiten durch ihr chauvinistisches und sexistisches Weltbild und ihr männlich-aggressives Ideal nicht nur reaktionäre Ideologien, sondern können anderen Menschen auch direkt körperlichen Schaden zufügen. Studentenverbindungen sind kein „Teil des studentischen Lebens“, wie die Uni Göttingen auf ihrer Homepage behauptet. „Der Göttinger Campus ist bunt und divers“ schreibt die Uni – stimmt, aber nicht wegen sondern trotz der Existenz von Studentenverbindungen.“

Das GJ-Mitglied weiter: „Die Anwesenheit von 6 Neonazis aus dem Spektrum des „Freundeskreis Thüringen/Niedersachsen“ im Gerichtssaal zeigt die Verankerung des Verurteilten im extrem rechten Milieu. Dass der Betreffende aktives Mitglied der AfD-Jugendorganisation ist und sich mittlerweile in die selbe Burschenschaft wie sein berüchtigter Mitstreiter Lars Steinke begeben hat, zeigt die Verflechtungen in diesem rechten Sumpf. Zwischen Burschenschaften, AfD bzw. JA und Neonazis lässt sich keine klare Trennlinie in Göttingen ziehen.“

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