Uni will Wohnraumproblematik aussitzen

// 17. April 2013 // Kommunales, Pressemitteilungen, Soziales

antifaDie GRÜNE JUGEND Göttingen zeigt sich erschüttert vom respektlosen und destruktiven Verhalten der Leitung der Göttinger Universität.

Wie der neusten Pressemitteilung der Initiative Wohnraumgeist zu entnehmen ist, sind die Verhandlungen mit der Universitätsleitung bezüglich der Wohnraumsproblematik, bei gleichzeitigem Leerstand von Wohngebäuden in Universitätseigentum, gescheitert. Die Initiative hatte sich unmittelbar nach der Besetzung der Geiststraße 10 gebildet, um für günstigen Wohnraum zu kämpfen.

Ein Mitglied der GRÜNEN JUGEND Göttingen kommentiert: „Die Besetzung der Geiststraße 10 wurde von vielen Leuten freiwillig aufgegeben, da die Universitätspräsidentin Ulrike Beisiegel versicherte, man wäre zu Gesprächen und öffentlicher Diskussion bereit. Diese Studierenden dürften sich jetzt, nachdem die Initiative Wohnraumgeist über Monate hingehalten, mit falschen Zusagen in die Irre geführt und mit systematischer Ignoranz behandelt wurde, von ihrer Präsidentin nach allen Regeln der Kunst verarscht fühlen.“


Ein weiteres Mitglied der GRÜNEN JUGEND Göttingen ergänzt: „Es war schon damals ein Skandal, dass die Universität in Besitz eines Gebäudes wie der Geiststraße 10 ist, ohne es zu nutzen. Jetzt wird deutlich, dass die signalisierte Gesprächsbereitschaft, lediglich Teil der Strategie war, die Studierenden aus dem Gebäude zu bekommen.
Bei der Räumung der verbliebenen Besetzer*innen durch die Göttinger Beweissicherung- und Festnahmeeinheit wurde ein Mensch durch Beamt*innen der BFE verletzt. Die Unileitung hat dieses durch die überstürzte Anordnung der Räumung in Kauf genommen.“

Weiterhin steht das Gebäude auch heute noch leer und wird noch immer nicht genutzt.
Die von der Universität vorgebrachte Behauptung, dass die Akademie der Wissenschaften einen Einzug erwägen würde, hat sich bisher nicht im Mindesten bewahrheitet. Der Universitätsleitung scheint es herzlich egal zu sein, dass sie hier Ressourcen verschwendet und Studierende ihrer Universität unter der aktuellen Wohnungssituation leiden. 

„Dass die Leitung, und im speziellen Ulrike Beisiegel so dreist agieren, hebt den Skandal auf eine neue Ebene. Den Studierenden wurde hier mit einer solchen Respektlosigkeit und systematischen Verarsche begegnet, dass die Universitätsleitung sich wohl nicht wundern braucht, wenn ihren falschen Zusagen in Zukunft wenig Glauben geschenkt wird. Die Wohnraumsproblematik wird sie jedenfalls nicht so einfach aussitzen können“
, so das Mitglied der GRÜNE JUGEND Göttingen weiter.

Die GRÜNE JUGEND Göttingen
erklärt sich solidarisch mit allen Menschen, die unter der Wohnraumknappheit leiden und sich zudem für bezahlbaren Wohnraum einsetzen.Wir fordern die Universitätsleitung auf, ihren Worten endlich Taten folgen zu lassen! Die Strategie des Aussitzens muss endlich beendet werden. Die realen Probleme der Studierenden werden auf diese Weise nicht gelöst, sondern ignoriert.

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